Seit 1984 wird an der Kreisstraße zwischen Bad Camberg und Dombach von Dombacher Bürgerinnen
und Bürgern sowie NABU-Mitgliedern jedes Frühjahr ein Amphibienschutzzaun betreut. Während
der Krötenwanderung werden etwa 1000 Amphibien jährlich auf die andere Straßenseite gebracht.
Es handelt sich überwiegend um Erdkröten. Aber auch Grasfrösche, Molche und Salamander, die
auf dem Weg zu ihren Laichplätzen die Kreisstraße überqueren wollten, konnten so gerettet werden.
Häufig nahmen schon Kindergartenkinder und die Kinder der NAJU-Gruppe an der Krötenzaunkontrolle
teil und konnten so einiges über die Lebensweise der Amphibien erfahren.
Im Jahr 1987 hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Naturlandstiftung Hessen
(NLS) im oberen Dombachtal ein 3,5 Hektar großes Feuchtgebiet je zur Hälfte erworben.
Dies ist das Kernstück des dortigen Naturschutzgebietes. Neben dem Lebensraum von zahlreichen
seltenen Pflanzen ist dieses Gebiet auch wichtig zur Erhaltung der Grasfroschpopulation.
Auch sind dort Berg-, Teich- und Fadenmolche heimisch.
Im Bad Camberger Stadtwald wurde in den Jahren 2001 und 2004 je ein Fledermausstollen
durch Vergitterung von der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz in Hessen (AGFH) mit
Unterstützung der NABU-Gruppe Bad Camberg gesichert. Sie dienen somit Bechstein-, Wasser-,
Fransen und Bartfledermäusen als störungsfreies Winterquartier.
Die NABU-Gruppe Bad Camberg hat zahlreiche Fledermauskästen beschafft und an geeigneten
Stellen angebracht.
Am Eingang des Kräutergartens aus Richtung des Kur- und Gesundheitszentrums wurde
im Sommer 2007 von der NABU-Gruppe Bad Camberg (NABU) mit Hilfe des städtischen
Bauhofs ein Insektenhotel errichtet. Dabei half auch die Jugendgruppe des Vereins (NAJU).
Das Insektenhotel bietet verschiedenen Insekten Nist- und Überwinterungshilfe.
Es ist in verschiedene Fächer unterteilt. Den Insekten, vor allem Solitärbienen,
Schlupfwespen und Schwebefliegen werden sowohl Fachwerk als auch Hartholz mit
unterschiedlich großen Löchern, Schilfhalme, Kieferzapfen und Holzwolle angeboten.
Insbesondere bei sonnigem Wetter ist zu beobachten, dass das "Hotel" gut belegt
ist und häufig angeflogen wird.
Der Standort wurde bewusst in der Nähe des Kräutergartens im Kurpark gewählt,
um den Insekten günstige Nahrungsquellen anzubieten.
Im Laufe der Jahre wurden diese Aufgaben zu Gunsten der Schaffung,
Verbesserung und Erhaltung von Biotopen zurück gedrängt. So freuen
wir uns, dass im Forst Totholz nicht beseitigt wird und zahlreiche
Höhlenbäume als natürliche Nistgelegenheiten erhalten bleiben. Aber
einige Vogelarten - wie der Steinkauz wären ohne mardersichere
Spezialnistkästen wahrscheinlich ausgestorben. So konnte der Bestand
dieser Vogelart im Raum Bad Camberg gesichert werden. Unsere Gruppe
betreut noch ca. 380 Nistkästen, darunter sind auch Spezial-Nistkästen
für den Rauhfußkauz, Turmfalke, Schleiereule, Wasseramsel und Baumläufer.
Für die Winterfütterung gilt, dass der Lebensraumschutz der beste Vogelschutz ist.
Ein naturnaher Garten ist die beste Winterhilfe. Möchte jemand auf die
Winterfütterung nicht verzichten, sollte sie sinnvoll erfolgen, wir geben
Ihnen gerne Tipps hierzu. An Futterstellen können Vögel besonders gut
beobachtet werden. Für viele Menschen ist die Winterfütterung eine
wichtige Kontaktmöglichkeit mit der Natur. Das gilt besonders für Kinder.
Seit alters her gelten Schwalben als Glücksbringer im ländlichen Raum.
Doch durch die Landschaftsversiegelung finden Schwalben immer weniger Nistmaterial
in Feldwegen und Gehöften, da sie ihre Nester aus lehmigen Erdklümpchen zusammen kleben.
Aus diesem Grunde hat sich die NABU-Gruppe Bad Camberg e. V. (NABU) entschlossen,
einen Selbstbausatz für ein Schwalbenhaus anzuschaffen.
Die fachmännische Montage erfolgte durch die Bad Camberger NABU-Mitglieder Wilhelm Wecker und Herbert Menzel.
Im März 2007 wurde das Schwalbenhaus am Rande des Neubaugebietes "Im Grauen Stein"
aufgestellt. Es ist mit 48 Kunstnestern für Mehlschwalben ausgestattet.
Im Jahre 2009 brüteten dort die ersten Mehlschwalben.
Obstwiesen sind ein wertvoller Lebensraum für wild lebende Tiere und Pflanzen.
Die Bad Camberger NABU-Gruppe besitzt eine 2500 Quadratmeter große Streuobstwiese.
Ferner hat sie in den letzten Jahren auf dem städtischen Obstbaumgrundstück am Steinweg
in Bad Camberg-Würges 40 Hochstamm-Obstbäume nachgepflanzt und mit einem Schutzzaun
versehen, damit sie vom Weidevieh nicht beschädigt werden.