Apfelwein in seiner ganzen Vielfalt erlebt

Naturschützer verkosten das Stöffche


Ein voller Erfolg war die am 27.3. von der NABU Gruppe Bad Camberg durchgeführte 3. Apfelweinprobe in der Bad Camberger Sportklause. Die Vorsitzende der Bad Camberger Gruppe des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) Doris Kluge-Zimmermann begrüßte die Gäste insbesondere Bürgermeister Wolfgang Erk, der in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen hatte. Sie lobte die gute Zusammenarbeit, der örtlichen NABU-Gruppe mit der Stadt und dem Ortsbeirat Würges beim Schutz der größten heimischen Streuobstwiese im Südkreis Limburg am Würgeser Steinweg mit über 200 Hochstammobstbäumen.

Der Moderator des Abends Oberstudienrat Michael Geier aus Aarbergen-Rückershausen, der auch eine kleine Kelterei betreibt, hob hervor, dass die Apfelweinprobe von einer Naturschutzgruppe veranstaltet wurde. Der Schutz der heimischen Streuobstwiesen mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt sei auch für die Herstellung der Naturprodukte Apfelwein und Apelsaft von großer Wichtigkeit, da die dort angepflanzten Obstsorten wie Boskop und Rheinischer Bohnapfel im Gegensatz zu Tafelobst hohe Säuregrade aufweisen.

Michael Geier erläuterte bei jeder neuen Probe welche Apfelsorten verwandt wurden, gab Auskunft über die zugesetzten Obstsorten wie Speierling und Quitten, die Öchslegrade, den Ausbau und den Säuregehalt. Auch wurden die Farbe und der Geruch des jeweiligen Apfelweines angesprochen. Michael Geier würzte seine Moderation mit netten Anekdoten und Mundartgedichten. Immer wieder wurde eine neue Probe ins Glas gefüllt und so konnte eine ganze Palette von Apfelweinsorten verkostet werden. Den Auftakt bildete der Camberger Apfelwein von der Kelterei Frank Schmitt, die über 150 Jahre besteht. Die anschließend von 16 Heimkelterern vorgestellten Apfelweine ¿ darunter befand sich auch der Hausapfelwein der Bad Camberger Kernstadtfeuerwehr - brauchten keinesfalls ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Was man alles aus Handkäse und Apfelwein zubereiten kann, zeigte Hobbykoch Günter Lehne aus Idstein. Der älteste Gast des Abends, Herbert Falkenbach sen., stellte mit einem Schmunzeln fest, dass er 85 Jahre werden musste, um erstmals eine Handkässülze zu essen, die eine ebenso tolle Resonanz wie die Rindswurst der Metzgerei Leichthammer fand. Der Moderator nahm keine Prämierung vor. Es ist ihm vielmehr gelungen, die Vielfalt des heimischen Apfelweines darzustellen.

Ein insgesamt gelungener Abend mit vielen Informationen, bei dem die Unterhaltung nicht zu kurz kam und zu dem sowohl die Gäste, insbesondere auch die Apfelweinspender und alle Helfer vor und während der Veranstaltung beigetragen haben.

Gruppenfoto

Über eine gelungene Veranstaltung freuen sich:

Hinten: Peter Bermbach, Christel Ahlborn, Doris-Kluge Zimmermann, Sabine Best, Michael Geier und Erika Hollingshaus
Vorne: Susanne Wenz-Erk, Wolfgang Erk, Bruno Glasner und Wulf Schneider.

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